26. September 2020

Suchmaschinen Liste Top 10

Stand der Liste: August 2020
Aktuelle Marktanteile in Deutschland:
  1. Google: 92,41 %
  2. Bing: 4,56 %
  3. Ecosia: 0,80 %
  4. Yahoo!: 0,70 %
  5. DuckDuckGo: 0,62 %
  6. T-Online: 0,29 %
  7. web.de: 0,12 %
  8. Yandex: 0,22 %
  9. MSN: 0,04 %
  10. Qwant: 0,03 %
Weitere Suchmaschinen:
Quelle: statcounter

Google – der ungeschlagene Favorit bei der Internetsuche

Gründung:
Sprachen: 
Eigentümer: 
Diese Suchmaschine ist auch hierzulande so beliebt, dass der Begriff Googlen für viele schon zum normalen Wortschatz gehört. Ähnlich wie bei Tempotaschentüchern hat es Google also geschafft, einen allgemeinen Begriff durch einen Markennamen zu ersetzen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Gegründet am 15. September 1997 war Google nicht nur eine der ersten, sondern auch zuverlässigsten Suchmaschinen überhaupt. Da wundert es niemanden, dass der Marktanteil allein in Deutschland auch heute noch bei knapp 93 Prozent liegt. In nahezu allen gängigen Sprachen ist die Suchmaschine nutzbar, was den Erfolg zusätzlich stärkt.

Allerdings sind Suchanfragen im Internet nicht der einzige Service von Google. Neben Werbung und IT-Lösungen besticht Google vor allem durch die bewährte, weit bekannte und gern kopierte Benutzeroberfläche. So ergibt sich eine stets identisch gute Nutzbarkeit, doch die notwendigen Prozesse dafür im Hintergrund sind ausgesprochen komplex.

Praktisch bei Google ist die besonders einfache, aber effektive Bedienung. Schreibfehler werden verziehen und das Suchergebnis beinhaltet ein Ranking nach Beliebtheit. Diese Funktion ist interessant, weil sich in der Folge eine Beurteilung über Relevanz und Zuverlässigkeit der gefundenen Inhalte ermöglicht.

Google ist einfach zu nutzen, unterstützt den User durch clevere Funktionen und kann durch nützliche Zusatzdetails überzeugen. Dazu solltest du auch wissen, dass Google bei stetigem Gebrauch das Suchverhalten analysiert und das hat Einfluss auf Werbung und zukünftige Suchergebnisse.

Bing – die Suchmaschine von Microsoft

Gründung:
Sprachen: 
Eigentümer: Microsoft
Eine der neueren Suchmaschinen im Internet ergibt sich durch den Service von Bing. Gerade zum Anfang der Gründung wurde Bing von Microsoft-Nutzern besonders geschätzt, denn der Service stammt ja eben aus dem Haus. Dabei können Suchende wählen zwischen der Standard-Web-Suche und speziellen Suchfiltern. Seit dem 03. Juni 2009 gibt es Bing und die Suche funktioniert in 39 Sprachen.

Im Vergleich zum großen Konkurrenten Google kann ein Marktanteil von knapp 4,5 Prozent auf Anhieb kaum beeindrucken. Doch als kräftiger Mitstreiter auch für Yahoo konnte sich Bing bis heute bewähren. Das liegt unter anderem an interessanten Funktionen, gerade in Kombination mit Windows 10 und Windows Phones.

Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen erscheint die Benutzeroberfläche bei Bing erfreulich sparsam. Neben einer Standardsuche können ebenfalls Karten- und Bildquellen genutzt werden. Beliebt dabei ist übrigens vor allem Bing-News, wo eine Nachrichtensuche sinnvolle Dienste leistet.

Was sich bei Google bewährt hat, lässt sich für andere Suchdienste einfach nicht umgehen. Darum erscheint auch Bing mittlerweile im gewohnten Suchbildschirm und somit zum Verwechseln ähnlich. Etwas aufregender ist lediglich die Gestaltung der Werbeblöcke.

Ecosia – die grüne Art der Internetrecherche

Gründung: 07. Dezember 2009
Sprachen: 47
Eigentümer: Ecosia GmbH
Die Suchmaschine der Ecosia-GmbH ist in Deutschland vor allem bekannt geworden für die Regenwald-Aktion. Dabei versprach Bing eine Unterstützung zum Erhalt tropischer Wälder durch die zahlenmäßigen Suchanfragen. Seit dem 07. Dezember 2009 besteht das Konzept und besticht vor allem durch gemeinnütziges Engagement.

Dabei funktioniert das Prinzip der Internetsuche bei Ecosia wie bei den anderen beliebten Suchmaschinen. Unterschiedlich ist aber das Firmenkonzept, denn mindesten 80 Prozent der Gewinne durch Werbeeinnahmen werden von Ecosia an wohltätige Organisationen und zur Rettung der Regenwälder geleitet. Somit ist diese Suchmaschine eine virtuelle grüne Unterstützung für bedrohte Wälder und Habitate.

Ganz einfach gesagt wird mit jeder Suchanfrage via Ecosia ein Beitrag zum Erhalt der Natur geleistet. Dafür hat Ecosia sich ein großes Ziel gesetzt, denn bis Ende 2020 sollen insgesamt eine Milliarde Bäume neu gepflanzt werden. Das Prinzip ist demnach denkbar einfach, denn je mehr Menschen Ecosia nutzen, umso mehr kann für die Umwelt getan werden.

Die grüne Suchmaschine aus Berlin kommt also mit einem nicht nur neuen, sondern auch ganzheitlichen Konzept daher. Der Vollständigkeit halber ist es interessant zu wissen, dass für die Suchergebnisse Datengrundlagen und Funktionen von Bing genutzt werden.

Yahoo – nicht nur ein fiktives Lebewesen

Gründung:
Sprachen: 
Eigentümer: 
Neben Google und Lycos war vor allem Yahoo eine ganze Zeit lang sehr beliebt bei Internetnutzern und Suchanfragen. Vor allem die lebendige Community zog viele Interessenten an, sodass sich Yahoo seit 1994 als zuverlässiger und bewährter Online-Dienst etablieren konnte.

Das liegt daran, dass die meisten Suchmaschinen zu Beginn des massentauglichen Internets noch bei weitem nicht so komfortabel und zielsicher genutzt werden konnten. Darum bestand das primäre Ziel bei Yahoo in der Entwicklung einer leistungsstarken Suchmaschine, die simpel zu bedienen ist und zuverlässige Ergebnisse liefert. Diese wurde schon lange sehnlichst erwartet und dementsprechend begeistert aufgenommen.

Schon seit dem Jahr 1996 steht Yahoo für deutsche Nutzer zur Verfügung. Zum Vergleich, Google konnte sich dahingehend erst später durchsetzen. Jedoch konnte dieser Erfolg nicht in der Form bis dato erhalten bleiben. Zwar sind die meisten Dienste bei Yahoo immer noch in bester Qualität und kostenfrei. Doch dieses Angebot hat sich zum Ursprung gesehen stark reduziert.

Bis zur Entscheidung für den heute bekannten Namen hat es übrigens eine Weile gedauert. Dass ein Yahoo eigentlich eine fiktive, wilde Spezies ist, wissen die wenigsten. Vielmehr erinnern sich die meisten vor allem an die farbenfroh ungewöhnlichen Werbemaßnahmen.

DuckDuckGo – Suchen ohne selbst gefunden zu werden

Gründung: September 2008
Sprachen: 96
Eigentümer: Duck Duck Go Inc.
Eine Suchmaschine im Internet zu benutzen ist denkbar einfach. Dazu wird die entsprechende Seite im Browser geöffnet, der Suchbegriff eingetippt und innerhalb kürzester Zeit bieten Algorithmen und Suchmechanismen eine hilfreiche Auswahl. Das Konzept hat sich bewährt und DuckDuckGo funktioniert genauso, aber mit einem deutlichen Unterschied.

Anders als die großen und beliebten Suchmaschinen ermöglicht DuckDuckGo einen effektiven Schutz für die individuellen Benutzer. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2008 und ist mit ordentlichen 96 Sprachen nutzbar. Dabei sollen weder die IP-Adresse noch bisherige Suchverläufe gesammelt werden, um ein Tracking der Nutzer zu vermeiden. Was bei Google und dergleichen somit immer wieder heftig kritisiert wird, ist bei DuckDuckGo die große Stärke.

Um dennoch beste Suchergebnisse zu ermitteln, nutzt der Service einen eigenen Webcrawler und bedient sich bei Bedarf der Ergebnisse von anderen Webseiten und Suchmaschinen. Diese Kombination erwirkt eine eigenständige Suchmaschine, die zeitgleich auch als Metasuchmaschine arbeitet.

Neben dieser nutzerfreundlichen Police, quasi durch das ignorieren persönlich relevanter Informationen, erscheint auch eingeblendete Werbung angenehm unaufdringlich. Außerdem ist es bei DuckDuckGo möglich, Werbeinhalte per Konfiguration zu verwalten und sogar komplett abzuschalten. Schließlich werden auch beim Klick auf die Seiten aus den Suchergebnissen keinen Daten an den jeweiligen Seitenbetreiber geleitet.

T-Online – ein Klassiker auf dem deutschen Markt

Gründung: 1995
Sprachen: Deutsch
Eigentümer: Ströer Content Group
Als der Prozess der Auflösung der Deutschen Post endgültig passiert war und sich die Deutsche Telekom etabliert hatte, wurde auch das Segment der Serviceleistungen im Internet erweitert. In der Folge hatte sich das Online-Angebot von T-Online mit einer eigenen Suchmaschine seit 1995 aufgestellt. Deshalb besteht die Spracheingabe allein in Deutsch.

Dieser Internetservice aus dem Haus der Ströer Content Group verspricht eine effektive Suche nach Videos, Nachrichten, Bildern, Karten und noch mehr. Außerdem wird das Offline-Angebot des Unternehmens ebenfalls anhand der Online-Dienste abgewickelt. Darum gehört www.t-online.de hierzulande zu den am meisten aufgerufenen Webseiten.

Ähnlich wie anderen Suchmaschinen, die ein Teil eines umfangreichen Angebots verschiedener, auch kostenloser Dienstleistungen sind, steht bei T-Online nicht primär die Suchfunktion optisch im Fokus. Vor allem Nachrichten, Gossip und Werbung sind auf den ersten Blick beim Aufsuchen der Seite dominant. Vermutlich ein besonders wichtiger Grund, dass vor allem Telekom-Kunden diese Suchmaschine oft benutzen.

web.de – breit aufgestellt mit Internet-Dienstleistungen

Gründung: 1995
Sprachen: Deutsch
Eigentümer: 1&1 Mail & Media GmbH
Ebenfalls als einer der ersten Internetanbieter konnte sich web.de schon seit 1995 erfolgreich platzieren. Vor allem der kostenlose E-Mail-Account mit einem ordentlichen Datenvolumen hat eingangs viele Interessenten zu web.de geführt. Doch auch die Suchmaschine der deutschen 1&1 Mail&Media GmbH muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken.

Das liegt vor allem daran, dass beinahe 25 Prozent aller deutschen Internetnutzer eine E-Mail-Adresse von web.de. Wenngleich über die Suchfunktion jeden Tag bis zu 2 Millionen Anfragen bearbeitet werden, erscheint das im Vergleich zu Google unbedeutend gering. Gemessen an der regionalen Zugriffsrate konnte sich web.de jedoch unter den beliebtesten Netzanbietern einrichten.

Interessant ist es dabei zu wissen, dass die Suchergebnisse von Google stammen und ebenso auch die Einnahmen, die anhand von Google-Anzeigen generiert werden.

Yandex – die klassische Suchmaschine aus Russland

Gründung: 1997
Sprachen: 7
Eigentümer: Yandex N.V.
Nicht alle hierzulande beliebten Suchmaschinen für das Internet stammen aus dem deutschen oder englischsprachigen Raum. Vermutlich nicht zuletzt der große Anteil von Einwohnern mit russischen Sprachkenntnissen führt dazu, dass Yandex nicht nur in Russland, sondern auch in Deutschland eine beliebte Suchmaschine geworden ist.

Dementsprechend ist auch der Marktanteil von Yandex in Russland beeindruckend groß. Hinzu kommt, dass die Gründer von Yandex Pionierarbeit geleistet haben für den Bereich kyrillischer Buchstaben und zwar noch lange bevor Google diese Aufgabe erschlossen hat.

Darüber hinaus nutzt man bei Yandex verschiedene Crawler aus dem eigenen Haus, die als Yandexbots bekannt sind. Dazu wird außerdem ein spezieller Crawler genutzt, vor allem für die Bildersuche. Interessant sind für den Nutzer aber insbesondere die möglichen Funktionen, um die Suchergebnisse zu personalisieren.

Hierbei ist eine interessante Besonderheit im Vergleich zu anderen großen Suchmaschinen bemerkenswert. Denn bei Yandex kann die Kartensuche auch mit einer ordentlichen Panorama-Funktion überzeugen, was bei professionellen Ansprüchen solide überzeugen kann.

MSN – Eine weitere Suchmaschine von Microsoft

Gründung: 24. August 1995
Sprachen: 29
Eigentümer: Microsoft
Mit großer Spannung wurde die neue Suchmaschine von Microsoft erwartet. Als sie dann endlich auf den Markt kam, musste das Produkt allerdings mit dem Zusatz Beta bedacht werden. Dennoch muss sich die MSN Suchmaschine nicht bescheiden verstecken.

Die Benutzung erfolgt intuitiv und wird mit verschiedenen, interessanten Funktionen bereichert. Durch den Such-Assistenten können Land, Sprache und Aktualität der Suchergebnisse beeinflusst werden. Jedoch war die große Euphorie über die Chancen und Möglichkeiten der neuen Suchmaschine letztlich doch eher gering.

Dementsprechend wurden viele initiale Dienste von MSN mittlerweile eingestellt oder in andere Programme und Funktionen integriert. Aufgrund der vielfältigen Angebote, Serviceleistungen und Nutzeroptionen zählt das Angebot von MSN jedoch immer noch zu beliebtesten und am meisten genutzten Anlaufstellen im Internet, auch wenn die möglichen Sprachen begrenzt sind.

Qwant – diskret und angenehm anders

Gründung: 2013
Sprachen: 28
Eigentümer: QWANT S.A.S.
Zu den eher neueren Suchmaschinen zählt dieses Angebot und kann einerseits mit relevanten Suchergebnissen überzeugen, aber auch durch einen effektiven Datenschutz. Gegründet wurde die QWANT S.A.S. Im Jahr 2013 und seit 2014 ist der Service auch in Deutschland nutzbar.

Ähnlich wie bei DuckDuckGo und Startpage werden im Rahmen der Suchergebnisse keine personenbezogenen Daten erhoben oder gesammelt. Wenn du eine sichere und diskrete Suchmaschine brauchst, ist Qwant also vielleicht genau dein Service.

Dabei kann auch die Nutzeroberfläche erfrischend anders aufwarten. Das eigenwillige Design kombiniert sich allerdings gut und einfach bedienbar in eine Mischung aus bunter Animation und effektiven Details.

Als diskrete und zuverlässige Suchmaschine ist Qwant also nicht zu unterschätzen. Allerdings fällt im Vergleich zu Google auf, dass die Zugriffszahlen deutlich geringer sind. Interessant ist allerdings die Version Qwant Junior ebenso wie Quant Lite mit schlank reduzierten Eigenschaften.

Baidu – der Klassiker im unter den chinesischen Suchmaschinen

Gründung: 1. Januar 2000
Sprachen: Chinesisch
Eigentümer: Baidu
Als beliebteste Suchmaschine Chinas darf Baidu in dieser Übersicht natürlich auch nicht fehlen. Schließlich liegt Baidu nicht ohne Grund auf Platz 4 der weltweit am meisten genutzten Suchmaschinen im Internet. Trotz aller Kritik in Bezug auf Datenschutz und Zensur darf diese kräftige Suchmaschine deshalb nicht unterschätzt werden.

Aufgrund der regionalen und damit vor allem sprachlichen Besonderheit dieser Suchmaschine erscheinen die Suchergebnisse zumeist auf Hochchinesisch oder Mandarin. Erst seit kürzerer Zeit sind auch Suchmöglichkeiten auf Englisch verfügbar. Bei der Anwendung gibt es zumindest optisch keine besonderen Auffälligkeiten im Vergleich zu anderen beliebten Suchmaschinen.

Anders ist bei Baidu jedoch ein besonderer Crawler, der auch als Baiduspider bekannt ist. Er besitzt einen eigenen Algorithmus und somit eine individuelle Aufarbeitung der relevanten Suchergebnisse. Allerdings kann Baidu bei den wählbaren Funktionen nicht mit den umfangreichen Möglichkeiten anderer Anbieter mithalten. Doch die üblichen und wichtigsten Suchfunktionen sind hierbei trotzdem gut abgedeckt.

Norton Safe Search – die sichere Suchmaschine auf hohem Niveau

Gründung: 2008
Eigentümer: Symantec Corporation
Die Ambition der Entwicklung einer sicheren Suchmaschine ohne Datenrisiko ist nicht neu. Im Haus Norton will man dieses große Ziel allerdings in Perfektion umsetzen. Anders als zum Beispiel DuckDuckGo oder Quant passiert während der Nutzung eine Bewertung der möglichen Ergebnisse.

Anhand der effektiven Funktionen unterscheidet sich Norton Safe Search nicht besonders von anderen Suchmaschinen. Das Besondere ist jedoch die Sicherheitsfunktion, die bei jeder Suche mit aufschlussreichen Daten zu den Treffern erscheint. Möglich ist das vor allem durch signaturbasierte Datei-Scans. Außerdem besteht ein riesiges Netzwerk aus Watch-Endgeräten zur effektiven Beurteilung der Risiken von Suchergebnissen.

Dabei erscheint es fast logisch, dass weder das Nutzerverhalten noch die Suchergebnisse in irgendeiner Form in Gefahr sind. So ermöglicht sich mit Norton Safe Search ein sicheres Suchen im Internet, bei dem die Ergebnisse immer wieder auf Infektionen und verdächtige Inhalte kontrolliert werden.